Endlich 18, volljährig … was kommt jetzt?

Donnerstag, 2. Oktober 2014 13:28

Volljährig lernt Frau und Mann nicht in der Schule. Wertvolle Tipps für Eltern und „Neu-Erwachsene“.

 Rituale sind nützlich

Erwachsen in Pentecost

In vielen Kulturen gibt es Rituale, wenn aus Kindern Erwachsene werden. Ohne gleich vom Turm zu springen – wie in Pentecost beim Übergang zum Erwachsenwerden – sollte man Innehalten. Wie könnte ein Ritual für den Start in die Volljährigkeit aussehen? Was könnten nützlichen Schritte helfen beim Eintritt in die neue Welt?

Freiheit und Selbstverantwortung

Der Gesetzgeber gibt unseren Kindern das Recht, mit Eintritt in die Volljährigkeit, alleine zu entscheiden: Wahlrecht, Aufenthaltsrecht, Heirat sind nur einige Beispiele. „Solange du deine Füße unter meinen…”, kennen wir alle. Sinnvoller ist es, den jungen Erwachsenen zu zeigen, dass zur Freiheit auch Selbstverantwortung gehört. Im § 2 BGB steht knapp: “Die Volljährigkeit tritt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ein.” Es fehlt leider eine kurze Zusammenfassung der Rechte und Pflichten. Regen Sie Ihren Nachwuchs an, zu diesem Thema ein Referat in der Schule zu halten. Neben einer guten Note sind er und die ganze Klasse besser vorbereitet.

Dokumente und Geld

Jetzt ist der richtige Moment, sich selbst um seine Angelegenheiten zu kümmern. Übergeben Sie feierlich die Unterlagen, die Sie bis jetzt verwaltet haben. Selbstverständlich stehen wir Eltern weiterhin beratend zur Seite und helfen zum Beispiel mit Ordnern und Ordnung. Der Vogel wirft seine Jungen aus dem Nest, wenn es an der Zeit ist zu Fliegen. Zwei wertvolle Tipps sollten Sie den jungen Erwachsenen mit auf den Weg geben.

  1. Halte das Girokonto immer im Guthaben! Dies ist die beste Geldanlage der Welt, da dessen Überziehung meist um die 10 Prozent Zinsen kostet. Ich kenne keine alternative Geldanlage, die sicher und steuerfrei einen derartigen Gewinn erwirtschaftet.
  2. Reich werde ich durch regelmäßiges Sparen. Beginne ich im Alter von 18 Jahren Geld beiseite zu legen, profitiere ich von einem mächtigen Zinseszinseffekt. 100 € monatlich mit 6% verzinst, ergeben bis zum  67ten Lebensjahr rund 336.000 €. Beginne ich mit derselben Sparrate und gleicher Verzinsung erst im 30ten Lebensjahr erziele ich mit 157.000 € nicht einmal die Hälfte. Das gute alte Haushaltsbuch hilft.

Reden, Tun und Ritual

Dieser Beitrag ist nicht objektiv! Suchen Sie sich Ihr eigenes Ritual. Mit Beginn der Volljährigkeit ändert sich viel. Reden Sie mit Ihrem Jugendlichen darüber und seien Sie stolz, dass er einen neuen Lebensabschnitt erreicht. Finden Sie gemeinsame Lösungen, wie die Familie diesen Tag sinnvoll begeht. Ich freue mich über Ihre Kommentare und wertvollen Tipps. Für mich ist es auch das “erste Mal”, dass mein Kind volljährig wird.

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Wie werde ich reich?

Mittwoch, 4. Dezember 2013 12:54

Nutzen Sie das gute alte Haushaltsbuch!

Wissen ist der erste Schritt.

Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt. Henry Ford amerikanischer Industrieller (1863 – 1947). Klingt eigentlich relativ einfach. Das Spannende ist allerdings die Umsetzung. Zuerst müssen Sie wissen wofür Sie Ihr Geld ausgeben. Danach kann man sich die Frage stellen: „Muss das wirklich sein und nutzt mir die Ausgabe?“ Dazu brauche Sie das gute alte Haushaltsbuch.

Papier oder Elektronik?

Das ist wirklich Geschmackssache. Wie werde ich reichWichtig ist, dass es Ihnen Spaß macht. Denken Sie daran: Beginnen Sie lieber fehlerhaft, als dass Sie perfekt zögern. Die erste Zahl in Ihrem Haushaltsbuch ist die wichtigste. Danach kommt die Konsequenz. Tragen Sie alle Ausgaben möglichste gleich, oder zumindest am gleichen Tag ein. Schon am nächten Tag werden Sie das eine oder andere vergessen.

Wie genau und wie lange?

Es ist wichtig, dass Sie einen guten Überblick über Ihre Ausgaben erhalten. Meist sind die Centbeträge dafür nicht nötig. Runden ist auf jeden Fall erlaubt. Sie sollten das Haushaltsbuch mindestens drei Monate führen, besser natürlich immer. Spätestens wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht wissen wo Ihr Geld bleibt, sollten Sie wieder anfangen.

Beginnen Sie jetzt, es lohnt sich. Nutzen Sie das gute alte Haushaltsbuch in Papierform, eine Excelltabelle oder ein App.

Der nächte Schritt ist dann Ihre Finanzübersicht.

Sehen Sie dazu auch unser Video

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Vollmacht, Patientenverfügung, Pflege und Testament

Freitag, 22. November 2013 13:32

Vier Säulen zu mehr Freiheit und Handlungsfähigkeit

Die Vollmacht erhält die Handlungsfähigkeit

Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es nicht mehr können? Einfach auf Zuruf geht dies rechtlich nicht, sondern es bedarf einer schriftlichen Vollmacht. Ein einfaches Beispiel dazu: Herr Müller hat einen Autounfall. Totalschaden. Herr Müller ist erfreulicherweise auf dem Weg der Besserung,  kann aber nichts unterschreiben. Seine Frau  will das Auto bei der Behörde abmelden. Die nette Dame fragt nach einer Vollmacht, da das Auto auf Herrn Müller zugelassen ist. Leider ist dies nicht möglich – es fehlt die Vollmacht.

Vollmacht, Patientenverfügung, Pflege und TestamentEine Vollmacht gilt ab Übergabe des Dokuments und ist  nur für Personen Ihres vollsten Vertrauens gedacht, damit diese für Sie handeln können. Die höchste Akzeptanz erreichen Sie durch eine notarielle Bestätigung.

Die Betreuungsverfügung ist ein weiterer Baustein den Sie hier regeln können. Ist jemand nicht handlungsfähig und sind schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, so setzt das Gericht einen Betreuer ein. Ist dies nicht geregelt, so kann das auch ein Berufsbetreuer sein. Wollen Sie persönlich bestimmen, wer Sie im Notfall betreut, dann sollten Sie dies regeln!

Die Patientenverfügung entlastet Ihre Verwandten

Eine schwere Krankheit ist sowohl emotional als auch finanziell eine schwere Last für Partner und Kinder. Oftmals müssen dann noch wichtige Entscheidungen zur Behandlung getroffen werden,  die nach einer schlimmen Diagnose die Familie unter Umständen überfordert. Mit einer Patientenverfügung helfen Sie allen Beteiligten und entscheiden selbst.

Details klären Sie sinnvollerweise mit dem Arzt Ihres Vertrauens oder beim Humanistischen Verband.

Finanzielle Sicherheit in der Pflege

Hand aufs Herz. Wieviel Sterne hatte Ihr letztes Urlaubshotel? Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, wie Sie untergebracht sein wollen, wenn es Ihnen mal nicht so gut geht?

Was kostet Pflege? Für einen guten Pflegeplatz in der Pflegestufe II zahlen Sie im Schnitt circa 3.000 €. Davon übernimmt die Pflegeversicherung rund 1.300 € . Woher kommt der Rest? Zuerst wird das eigene Vermögen und das Ihres Partner verbraucht. Reicht dies nicht, so haften die Kinder mit dem sogenannten „Elternunterhalt“.

„Den Letzten beißen die Hunde.“ Dies sind meist die Frauen. Sie sind oft jünger und haben eine längere Lebenserwartung. Daher kommen sie meist nach ihrem Partner in Pflege. Doch was, wenn das Geld aufgebraucht ist?

Das Testament regelt meinen Willen

„Das erbt doch automatisch alles meine Frau.“ Ein weit verbreiteter aber irrtümlicher Gedanke. So erben zum Beispiel die Eltern ein Viertel des Vermögens, wenn ein Paar kinderlos ist. Selbst mit Testament steht den Eltern ein Pflichtanteil von einem Achtel zu. Es lohnt sich also rechtzeitig über das Testament und Vermögensübertragungen nachzudenken. Gerade mit vorgezogenen Schenkungen läßt sich Erbschaftssteuer einsparen.

Die steuerlichen Fragen klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater, die rechtlichen rund um das Testament am sichersten mit einem Notar.

Schritt für Schritt

Wie kommen Sie nun zu einer kompletten Lösung? Der erste Schritt könnte eine Beratung bei einem GenerationenBerater sein. Er hilft Ihnen bei allen vier Säulen und unterstützt Sie bei der Aufstellung eines konkreten Fahrplans. In einer Familienkonferenz klären Sie alles Wichtige mit den Beteiligten. Erst dann kommen die Spezialisten zum Einsatz: Notar, Steuerberater, Arzt oder der Humanistische Verband.

Ihre Vorteile wenn alles geregelt ist 

Sie haben die Freiheit heute selber zu bestimmen was passieren soll. Die Handlungsfähigkeit in der Familie bleibt immer erhalten. Eine Familienkonferenz schweißt zusammen. Im Fall der Fälle wird die Familie durch schriftliche Aufzeichnungen entlastet. Sie haben ein gutes Gefühl alles Wichtige geregelt zu haben. 

Gerne unterstützen Sie Herr Stäblein, Herr Engel und Herr Bertschi als zertifizierte GenerationenBerater (IHK).

Hier gibt es weitere Informationen

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Sicherheit in der Krise – Wohlstand im Alter

Donnerstag, 16. Mai 2013 10:35

Das manager magazin befragte mehrere Personen zu Ihren Anlagestrategien, wie sie in der Krise Sicherheit in ihr Depot bringen. In der Onlineausgabe vom 3.April 2013 erschien folgender Artikel: „Reich nach Plan – trotz Euro-Krise

Wie legen erfolgreiche Unternehmer, Manager und TV-Moderatoren ihr Geld an?

Wie Anton Schlecker erst erleben durfte, ist das alleinige Vertrauen auf seine eigene Firma oder nur auf einen Investitionstyp eine riskante Art der Vermögensbildung. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, setzt klugerweise bei der Absicherung seiner Familie nicht nur auf sein Unternehmen sondern auch auf eine breite Streuung in verschiedene Anlagearten.Krise

Edmund Kuhlmann, ehemalige Personalleiter von British American Tobacco (BAT) verrät dem manager magazin online auf die Frage: Kann man denn wirklich mit Aktien heute noch Geld verdienen, trotz der schwelenden Finanzkrise? „Man kann nicht nur, man muss, wenn man überhaupt Geld verdienen will“, sagt Kuhlmann „Mit Staatsanleihen können Sie das nicht!“ Seine Argumente dafür sind übrigens ganz unabhängig von der aktuellen Staatsschuldenkrise. „Mit Aktien verdient man auf lange Sich zwei Prozentpunkte pro Jahr mehr als mit Zinspapieren. Nicht trotz, sondern wegen der Krise. Nach dem Orkan kommt immer eine Windstille, man weiß nur nicht wann.“

Der IT-Unternehmer Nils Lang hat eine recht einfache, aber pragmatisch Lösung für sein Anlageverhalten: „Abseits der Mathematik: Geld beiseite legen, wann immer es möglich ist.“

Sabine Christiansen setzt auf Wächstumsmärkte und Immobilien. „Ich bin investiert  in China, in Südamerika, auch in Afrika. Ich glaube, dass die Wachstumsmärkte dort sehr erfolgreich sein werden.“ Frau Christiansen rechnet mit steigender Inflation, weil die Notenbanken im Kampf gegen die Krise Geld drucken. „Ich bin stark in Sachwerte gegangen in den letzten drei Jahren.“ Unter anderem hat Sie mehrere hochwertige Häuser in Berlin-Mitte erworben und vermietet.

Was können wir von diesen Persönlichkeiten lernen?

Reich nach Plan war der Titel des manager magazins online. Alle Befragten legen Wert auf Sicherheit und eine klare langfristige Strategie, die sie gemeinsam mit Ihren Beratern entwerfen und durchführen. Ziel ist für alle ein krisenresistentes Gesamtdepot. Der Schlüssel um Sicherheit in der Krise zu erreichen ist eine breite Streuung, sowie eine gewisse Gelassenheit bei den Auf und Abs die alle Märkte auch in Zukunft durchleben werden. Nutzen Sie unsere Finanzübersicht als ersten Schritt Ihrer Strategie.

Was bedeutet nun das chinesische Zeichen? Es steht für Krise. Wi ji besteht aus zwei Zeichen: Gefahr und Chance.

Thema: Immobilie, Investmentfonds, Wirtschaft und Geld, Wohlstandsplanung | Kommentare (0)

Alt, gesund und wohlhabend?

Dienstag, 22. Januar 2013 13:36

Glücklicher alter Mann ( von Martinhampl (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons )

Der älteste lebende Mensch ist der Japaner Jiroemon Kimura mit 115 Jahren. Immer mehr Menschen werden über 100 Jahre alt. Dabei sind „die Alten“  gesünder, fitter und unternehmenslustiger als die Generationen davor.  Dies ist eine wunderbare Entwicklung, die leider andere Probleme mit sich bringt.

Unternehmenslustige brauchen Geld

 Wenn wir älter werden muss auch das Geld länger reichen. Wer fit im Alter ist, wird  mehr Geld für Reisen und Unternehmungen ausgeben. Länger arbeiten, weniger Rente oder mehr Beiträge in die Rentenversicherung? Das sind die Themen, welche die Politik seit Jahren diskutiert. Eine einheitliche Meinung, wie dieses Problem gelöst wird hat sich in der Politik noch nicht durchgesetzt. Sicher ist allerdings , dass sich damit drei Probleme ergeben. Älter werdende Menschen haben ein Rentenproblem, ein Inflationsproblem und ein Steuerproblem.

Das Rentenproblem liegt auf der Hand. Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein  direktes Umlageverfahren. Es wird kein Geld angespart, sondern die Arbeitnehmer zahlen die Rente für die Rentner. Jeder kennt inzwischen die Bevölkerungsgraphik, die sich vom „Tannenbaum“ zum „Pilz“ verändert. Immer weniger Junge müssen für immer mehr Rentner die Rente finanzieren. 

Das Inflationsproblem gewinnt mit längeren Laufzeiten an Bedeutung. Hierzu ein Beispiel: Einen Rentenzahlung eines 65jährigen von 2000€ muss bei einer Inflation von 2% mit 85 Jahren 2691€ betragen, damit der Rentner die gleiche Kaufkraft behält. Wird der gleiche Rentner 100 Jahre alt, so benötigt er 4000€ als 100-jähriger um die Kaufkraft zu erhalten.

Das Steuerproblem ist den meisten noch nicht bewust. Früher war die Rente praktisch für die Mehrheit steuerfrei. Die Politik hat entschieden die nachgelagerte Besteuerung einzuführen. Ab 2040 sind Renten zu 100% zu versteuern. Was bedeutet das in Ihrem Fall konkret? Haben Sie sich darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Mehr zu den 100-jährigen steht in der Welt.

Thema: Rente, Wohlstandsplanung | Kommentare (0)